Reiseberichte
Hurghada, 24.Oktober 2009 – 1. November 2009
Voller Vorfreude checkten wir in Nürnberg, im bitterkalten Deutschland, am Samstagabend ein, um so dem Nebel zu entfliehen und vor allem dem hochgesegneten Wind in Ägypten entgegenzusteuern. Diverse Recherchen in Magazinen, Kiteforen, „Windfindern„ oder Kitereiseanbietern brachten uns dazu, eine einwöchige Kitereise nach Hurghada zu buchen, da man uns eine 80% Wahrscheinlichkeit über 4 Windstärken „versprach„.
In Ägypten in einem traumhaften Hotel bei 28° angekommen, mussten wir allerdings am ersten Tag feststellen, dass kein Lüftchen ging. Also hieß es erst mal für die 30kg schweren Boardbags: Ab auf den Balkon und Fahne raus Den ersten windfreien Tag konnten wir also nutzen, um zu chillen, unser Hotel und Hurghada ein wenig zu erkunden, da wir ohnehin ein Schlafdefizit vom Nachtflug nachzuholen hatten…
Am Abend dann aber der erste Schock: Windfinder schenkt uns für die nächsten 3 Tage sage-und-schreibe 10 Knoten – Und das die ganzen Tage von morgens bis abends!
Wie scheiße ist das denn?!?!
Wir hatten zwar für wenig Wind vorgesorgt (Blade, Trigger 12qm), aber für so wenig?!?!
Da bläst es ja in der Heimat mehr!
Programm war also klar: Wir erkundeten also (Bags trotzdem immer dabei – wir hatten ja Hoffnung) alle Kitespots, die man in der Gegend kennt: Hurghada, Safaga, Soma Bay und das Kitemekka: El Gouna!
Klar, die Spots hatten alle ihren Reiz: Sand, Stehrevier, jede Menge anderer gelangweilter Kiter, aber Wind?
Das Mafiamotto: „Den Wind im Visier„ trugen wir allerdings voller Hoffnung immer mit uns – es hat einige Zeit gedauert, bis der Taxifahrer komische Touris mit Brettern im Arm und Rucksack aufgeschnallt und so einer Fahne verstanden hat, aber „My friend, go to sea„ geht immer.
Mit ungemeinem theoretischen Wissen ausgestattet über die lokalen Bedingungen, die Windverhältnisse (auch die vorangegangene Woche gab es kein Lüftchen), die Spots und die Kitestationen ging es voller Hoffnung jeden Abend ins Internetcafe: Windfinder, unser bester Freund – Allerdings enttäuschte uns dieser jeden Tag aufs Neue! KEIN WIND, eine Woche lang! Uns blieb also nichts anderes übrig, als erfindungsreich zu sein: chillen, lesen, Golfen in der Wüste. Hurghada: Bis zum nächsten Jahr? Wir wissen es nicht – es war zwar ein toller Urlaub, aber kein Surftrip…
Hang loose – Thorsten Kn.
Wir danken unserem Teamfahrer für diesen ausführlichen Reisebericht!







