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Die Geschichte des Kitesurfens
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Kitesurfen 28. Juli 2007
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Wir befinden uns in der Golden-Gate-Meeresenge vor San Francisco, an jenem Tag lies die junge Funsportart wiedermal viele Herzen höher schlagen, vorallem aber das des Hawaiianers Jesse Richman, der durch einen Sprung mit einer Dauer von 22 Sekunden lautes Gejubel verursachte und nebenbei auch noch einen neuen Weltrekord aufstellen konnte. Wie kam es aber eigentlich dazu, dass die Menschen anfingen mit den Elementen Wind und Wasser zu spielen und solche atemberaubenden Moves hinzulegen? Um das herauszufinden und die Wurzeln des Kitesurfens zu entdecken, müssen wir einige Jahre zurück in die Vergangenheit schauen, vielleicht sogar einige Jahrhunderte.
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Die Grundidee, dass der Mensch die Windenergie nutzt, um sich mit Hilfe eines Drachen auf einem Kanu durch das Wasser zu bewegen, kam schon im 13. Jahrhundert von den Chinesen. Etwa ein halbes Jahrtausend später im Jahre 1826, meldete ein Brite namens George Pocock ein Patent für einen Lenkdrachen an, welcher mit einem Vierleinersystem ähnlich dem heutigen System, geflogen wurde. Dieser Lenkdrache erhielt den Namen „Charvolant“ und wurde eigentlich entwickelt, um die Horse Tax, eine Steuer welche auf Pferde erhoben wurde, umgehen zu können und somit eine günstigere Variiante des Personenverkehrs zu entwickeln. Doch durch die unvorhersehbare Wind- und Wetterentwicklung gelang es dem Briten nicht diese Idee durchzusetzen. Und so erstarrte die Entwicklung des Kitesrufens bis zum Jahr 1903, in welchem der Ärmelkanal vom Amerikaner Samuel Franklin Cody überquert wurde.
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Kitesurfen 1970 - 1977
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Im Jahre 1970 folgte eine weitere Überquerung des Ärmelkanals, Keith Stuart nutzte ein Katamaran und sechs Zweileiner-Deltakites, welche von Peter Powell entwickelt wurden. Durch diese Entwicklung, gewann Peter Powell 1975 in Geneva ein silber Diplom bei der „Exhibition of New Inventions and Techniques“. Ende der 1970er-Jahre erwartete ein großer „Boom“ die Entwicklung des Kitesports, denn neue Kunststoffe, welche nicht nur leichter sondern auch stabiler waren, konnten nun hergestellt werden. Somit stand der Umsetzung vieler Ideen nichts mehr im Wege und ein Patent jagte das andere: Im Oktober 1977 wurde das erste Patent, welches ausdrücklich auf das Kitesurfen ausgelegt ist, von dem Niederländer Gijsbertus Adrianus Panhuise angemeldet: „The patent covers, specifically, a water sport using a floating board of a surf board type where a pilot standing up on it is pulled by a wind catching device of a parachute type tied to his harness on a trapeze type belt.”
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Kiteboarden 1978 - 1997
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1978 wurde der erste aufblasbare Kite in Verbindung mit einem Boot von dem Amerikaner Dave Gulp entwickelt. Die Geburtsstunde der Flatable-Kites. 1979 erscheint das Patent von Dieter Strasillas, hier wurde ein aufblasbares Kitedesign speziell zum Kitesurfen herausgebracht. Außerdem entwickelte er das Fallschirm-Skiing, woraus später das Kite-Skiing entstand und nutzte seine Kenntnisse um weitere Versuche mit Surfboards, Grasski sowie selbstgebauten Buggys zu starten. 1984 wurde ein weiteres Kitedesign, von den Brüdern Legaignoux entwickelt. Es handelte sich um ein Flatable-Kite, welcher geschwungen und somit fähig einen für einen erneuten Start war. Viele Firmen benutzten dieses Design als Grundstein für ihre eigenen Ideen. 1990 Das Kitebuggy Fieber brach in Neuseeland aus. Peter Lynn entwickelte einen dreirädrigen Buggy, welcher von Softkite gezogen wurde. Diese Erfindung verkaufe sich weltweit für die nächsten 10 Jahre über 14000-Mal. 1997 Die Legaignoux-Brüder entwickeln einen Schirm, welcher vorgeformte Tubes und ein Waageleinensystem an den Tips besitzt. Durch diese Weiterentwicklung besaß das neue Kitedesign eine bessere Relauncheigenschaft. Es erhielt den Namen Wipika-Design und wurde als Grundlage für den darauffolgenden Bowkite genutzt. 1997 F-One, eine französische Firma produziert die erste Serie von Kiteboards.
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1998 Kitesurfen erhält die offizielle Anerkennung als eigenständige Sportart, der erste offizielle Kitesurfing World Cup findet daraufhin auf Maui statt. 2001 Die Bidirectional-Boards machen das Kitesurfen immer Einsteigerfreundlicher, nun kann in beide Richtungen gefahren werden, ohne lästiges Umsteigen oder Switch-Fahren. 2005 Die Serienproduktion der Bowkites fängt an. 2006 SLE-Kites (Supported Leading Edge), die Nachfolger der Bowkites, fusionieren gute Performance und Relaunch- sowie Depowereigenschaften. 2009 Hybridshapes erscheinen auf dem Markt. Diese Shapes binden alle Eigenschaften, wie Depower, Relaunch und Performance, der vorigen Shapes. Der Großteil der Hersteller nutzt diesen Shape als Grundlage für ihre Kites und jeder versucht seine eigene Nuancen einbauen zu können.
Inzwischen gibt es etliche Kite-Hersteller, welche jedes Jahr eine Vielzahl unterschiedlicher Kites herausbringen. Also sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Und wenn nicht, dann kann man davon ausgehen, dass der Ideenreichtum der Hersteller sicherlich noch lange nicht erschöpft ist.
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